Magic mal anders: Wer zuerst verliert, gewinnt?

Zugegeben, das klingt erstmals absurd. Wer schon lange Magic the Gathering spielt, ist oft sehr eingesessen in seinen Spielmustern. Ich bin da selber keine Ausnahme. Deswegen begrüsse ich es sehr, wenn neuer Wind ins Spiel kommt. Doch was ist das jetzt genau?

Nihilist - Spiel zum eigenen Verderben

Alternative Spielarten Magic the Gathering

Dieses Spielprinzip stellt alles auf den Kopf. Ziel des gebauten Decks ist es, zu verlieren! Du baust jedoch nicht ein Deck für dich, wie du das gewohnt bist, sonder für deinen Gegner. Solltet ihr mehrere Personen sein, so könnt ihr das der Reihe nach machen (zb. für die Person links von dir).

Das besiegte Deck bekommt zur Belohnung einen Siegespunkt. Ziel ist es also, mit dem erhaltenen Deck vom Gegner zu gewinnen, damit das selbst erstellte Deck (das jetzt ein Gegner hat) verliert. So punktest du :).

Damit das ganze aber nicht zu einfach wird, gibt es einige Regeln zu beachten:

 

Das Deck muss aus 60 Karten bestehen und maximal 2 Deckfarben beinhalten!

1. 22 Länder:

  • mindestens 8 Standardländer jeder Deckfarbe

  • Jedes land muss farbloses oder mana in einer der Deckfarben produzieren.

  • alle anderen Farben sind nicht erlaubt!

2. 19 Nicht-Verteidiger-Kreaturen:

  • mindestens 16 Kreaturen mit Stärke 1 oder mehr

  • mindestens 6 Kreaturen von jeder Deckfarbe

  • Artefaktkreaturen sind zulässig

3. 19 weitere Sprüche:

  • beliebige Aufteilung auf die Deckfarben

  • weitere Kreaturen sind zulässig, auch Verteidiger

4. Keine Karten mit mehr als 2 Farben und nur in Deckfarben

5. Jede Karte, mit der Ausnahme von Standartländer, darf nur einmal im Deck vorkommen.

6. Jede Karte muss spielbar sein. Damit müssen Bedingungen, die auf der Karte vermerkt sind, wie zB. "Opfere eine Kreatur, um diese Karte zu wirken" möglich sein. Dann sollte sichergestellt sein, das auch genügend Kreaturen vorhanden sind.

MTG Nihilist

Ich muss schon sagen, dass mir diese Spielvariante sehr zusagt. Es bringt eine gewissen Dynamik und einen erfrischendes Erlebnis ist Spiel. Und sehr cool: Man kann endlich den ganzen Schrott, den man sich im Laufe der Jahre an "Kakk-Karten" gesammelt hat, endlich man nutzen. Commons for the win!

Oder eher: Uncommon FTW? (um noch Schleichwerbung für den Shop in den Text einzubringen).

Auf jedem Fall viel Spass mit dem ungewöhnlichen Spielprinzip.